Exzellenzcluster Simulation Technology (SimTech)
Die Universität Stuttgart konnte bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreichen den Exzellenzcluster „Simulation Technology“ (SimTech) einbringen. Dieser wird seit 2008 für 5 Jahre gefördert; eine Verlängerung wird bei der nächsten Runde der Exzellenzinitiative beantragt werden. Numerische Simulationen sind ein wichtiges Werkzeug in der Forschung und werden auch heute schon in vielen Bereichen der Industrie eingesetzt. Sie können aufwendige, kostspielige oder auch undurchführbare Experimente ersetzen. Mit weit über 50 Teilprojekten ist eine große Anzahl von Instituten der Universität Stuttgart an SimTech beteiligt. Die Chancen des Clusters liegen insbesondere in der engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Teilprojekte, dem aktiven Wissensaustausch zwischen den Disziplinen und den sich daraus ergebenden Synergieeffekten. Gemeinsam wird an der Entwicklung neuer Ansätze geforscht um die numerische Simulation effizienter und robuster zu machen und ihren Einsatz auch in neuen Bereichen sowie komplexeren Szenarien zu ermöglichen. Eines der Hauptziele des Exzellenzclusters ist die Verschmelzung der Einzel-Strategien und Konzepten aus den verschiedenen Disziplinen zur neuen Klasse einer integrativen Simulationsumgebung. Ein Kernpunkt ist hierbei die Entwicklung einer integrierten Simulationsumgebung für die im Cluster entstehenden Simulationen und wissenschaftliche Anwendungen. Interaktive Visualisierung spielt in dieser Umgebung eine wichtige Rolle. Durch Sie wird die Analyse und Auswertung der von Simulationen generierten großen Datenmengen erleichtert oder erst möglich.
VISUS ist in SimTech mit drei Projekten vertreten, deren Forschungsthemen im Bereich der Visualisierung angesiedelt sind. Durch die Mitgliedschaft in der dem Exzellenzcluster angegliederten Graduiertenschule sind die bearbeitenden Doktoranden dabei eng in SimTech eingebunden. So wird über die Kooperationen innerhalb der Projekte hinaus der interdisziplinäre Wissensaustausch gefördert. Auch weitere Mitarbeiter von VISUS, die kein Projekt in SimTech bearbeiten, sind Mitglieder in der Graduiertenschule und können so sowohl von dem dort vertretenen Wissen profitieren als auch dazu beitragen.
Ein Projekt (Leiter: Prof. Dr. Thomas Ertl, Mitarbeiter: Dipl.-Inf. Markus Üffinger) beschäftigt sich mit neuen Visualisierungstechniken für Daten aus Multi-Skalen- und Multi-Physik-Simulationen. Die Entwicklung effizienter Schnittstellen für die enge Kopplung der numerischen Simulationssoftware mit der interaktiven Visualisierungssoftware ist dabei ein weiterer wichtiger Teilaspekt. Das Projekt „Visualisierung für integrierte Simulationssysteme“ (Leiter: Prof. Dr. Daniel Weiskopf, Mitarbeiter: Dipl.-Inf. Marcel Hlawatsch) konzentriert sich auf Methoden der modularen Visualisierung auf Basis von Workflow-Technologie. Auch die Entwicklung neuer Visualisierungstechniken für Daten aus komplexen Simulationen ist Teil des Projekts, z.B. die Visualisierung unsicherer bzw. unscharfer Daten und Systeme. Dipl.-Phys. Gregor Mückl befasst sich in seinem Projekt (Leiter: Juniorprof. Dr. Carsten Dachsbacher) mit der gekoppelten Simulation von Licht- und Schall-Ausbreitung in komplexen Szenen. Zudem entwickelt er ein Framework, das die Nutzung der Rechenleistung moderner Grafikkarten für aufwändige Simulationen erleichtert.














