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MotionEAP

System zur Effizienzsteigerung und Assistenz bei Produktionsprozessen in Unternehmen auf Basis von Bewegungserkennung und Projektion

Für Produktionsmitarbeiter im industriellen Einsatz wird die Bewegungserkennung in Kombination mit Assistenzsystemen und neuen Projektionstechnologien zu einer Schlüsseltechnologie. Die Anreicherung der Arbeitswelt mit virtuellen Informationen (Augmented Reality) steigert die Effizienz und Qualität von Arbeitsabläufen. Zwar hat der Einsatz von unterstützenden Systemen in der Produktion eine lange Historie – aber nahezu alle heutigen Systeme fokussieren die Ergebniskontrolle und nicht den Arbeitsprozess selbst. Der Einsatz von Bewegungserkennung erlaubt prinzipiell die Echtzeit-Integration digitaler Informationen. So können Mitarbeiter kontextsensitiv und kognitionsunterstützend direkt im Arbeitsprozess Assistenz erhalten.

Ziel des Projektes „System zur Effizienzsteigerung und Assistenz bei Produktionsprozessen in Unternehmen auf Basis von Bewegungserkennung und Projektion“ (motionEAP) ist daher die anwenderorientierte Konzeption, prototypische Umsetzung und Evaluation eines neuartigen prozessorientierten Assistenzsystems für Produktionsprozesse. Dabei werden in einem nutzerorientierten agilen Entwicklungsprozess (user-centered design) die Anforderungen von Industrieunternehmen mit den Anforderungen älterer und leistungsgeminderter Anwender verbunden. Das neuartige Assistenzsystem überschreitet den Stand der Technik signifikant in drei Punkten:

  • Integration sensorgestützter Bewegungserkennung für Echtzeit-Feedback
  • In-situ-Projektion und barrierefreies Informationsdesign
  • Integration motivierender Elemente (Gamification)

Mit motionEAP wird nicht mehr nur das Arbeitsergebnis kontrolliert, sondern das menschliche Arbeiten und die menschliche Kognition im Kontext unterstützt. Das System ermöglicht eine zielgerichtete Unterstützung insbesondere älterer und/oder leistungsgeminderter Mitarbeiter. Es erfasst in Echtzeit, wie die erforderlichen Arbeitsschritte ausgeführt werden und weist auf Probleme hin. Zugleich unterstützt es durch die aktive Einbeziehung ergonomischer Aspekte und motivierender Elemente ein gesundes Arbeitsverhalten, reduziert Fehlzeiten und beugt verschleißbedingten Erkrankungen vor. Insgesamt verbessert motionEAP auf diese Weise den Arbeitsprozess und die Arbeitszufriedenheit und vermeidet gesundheitliche Probleme.

Schwerpunkte der Universität Stuttgart im Projekt sind:

  • Mensch-Computer-Interaktion und Interaktionsdesign (Informatik)
  • Entwurf und Evaluation von multimodalen interaktiven Systemen (Informatik)
  • Softwarearchitekturen für interaktive Systeme (Informatik)
  • Philosophische Betrachtung von Implikationen technischer Systeme (Philosophie)

Projektpartner

  • Audi AG (Projektkoordinator)
  • BESSEY Tool GmbH & Co. KG
  • GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH
  • Schnaithmann Maschinenbau GmbH
  • Hochschule Esslingen
  • KORION Simulation & Assistive Technology GmbH
  • Robert Bosch GmbH (begleitender Partner)